Frisch gepresst - 24.6.2022Frisch gepresst - 24.6.2022
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Frisch gepresst - 24.6.2022

mit BILBAO, Barry Can't Swim und Regina Spektor

24.06.2022

Bilbao - Shake Well

Die Hamburger Band BILBAO: das sind Jannes, Robin, Jan und Sänger Léon, der auch als Lemony Rug bekannt ist. Die vier Jungs präsentieren nun ihr Debütalbum "Shake Well", das eher zu den warmen Temperaturen der gleichnamigen, spanischen Stadt passt. Die Wurzeln des Quartetts liegen zwischen Hip-Hop, Post-Rock und Electronica. Dieser bunte Mix wurde, getreu dem Titel, gut geschüttelt und mündet in einem Indie-Pop-Album voller Energie und guter Laune. Wer noch auf der Suche nach seinem Soundtrack für diesen Sommer ist, sollte es mal mit "Shake Well" von BILBAO probieren.

Regina Spektor – Home, Before and After

Schon die erste Single des neuen Regina Spektor Albums hat die Herzen des Musik-Feuilletons auf Anschlag buppern lassen. Und die New Yorkerin fährt nach sechsjähriger Stille groß auf: riesig instrumentiert, dementsprechend stimmungs- aber auch schwungvoll erzählt Spektor ihre kleinen Geschichten von Erfolg und Scheitern. Die gebürtige Russin – die mit allen erdenklichen Mitteln versucht Hilfsgelder für die Ukraine zu sammeln – kann, wie auf „Raindrops“, aber auch ganz leise und intim. Irgendwie zu erwachsen für ihr Alter klang Regina Spektor schon immer. Auf „Home, Before and After“ fliegt jetzt aber auch eine spielerische, nicht zu überhörende Leichtigkeit mit.

Barry Can’t Swim – More Content

Alle Jubeljahre schafft es ein Mini-Album in diese Rubrik. Ein kleines Werk, so vollkommen, dass es einen Langspieler mühelos in den Schatten stellen kann. Diesmal: Die EP des schottischen Produzenten Barry Can’t Swim, die sich mit dem passenden Titel „More Content“ ohnehin schon selbst genug ist. Schwimmen, das kann Barry zwar nicht, dafür aber schweben - zwischen Jazz und Elektro, düsteren Tiefen und seichtem Rinnsal. Das Magische, es steckt eben irgendwo im Dazwischen. Gelernt hat er das übrigens in der 1995er-Romanze „Before Sunrise“. Dort heißt es, frei übersetzt: „Gott, das bist nicht du oder ich, sondern der kleine Raum zwischen uns.“